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Die Sarmaten (im griechischen auch: Sauromaten) sind eine lose Stammeskonföderation von Reitervölkern, die im nahezu gesamten Raum der eurasischen Steppe beheimatet sind. Von den Sarmaten bestehen enge verwandtschaftliche und kulturelle Verbindungen zu den skythischen Völkern.


Bewaffnung und Ausrüstung Bearbeiten

Sarmaten 1

Sarmatische Kleidung

Gefürchtet sind die sarmatischen gepanzerten Lanzenreiter, die beidhändig bis zu 4 Meter lange Stoßlanzen (Contos) benutzen. Nicht minder gefürchtet sind auch die berittenen Bogenschützen der Sarmaten, die mit Reflexbögen von großer Reichweite und Durchschlagskraft, sogar rückwärts gewandt schießen können. Die berittenen Krieger der Sarmaten stammen zu großen Teilen aus Oberschicht der Sarmaten oder sind Gefolgsleute der Anführer der Klane.

So gibt es auch sarmatische Infanteristen, die aber in der Kriegsführung der Sarmaten nur eine untergeordnete Rolle spielen.



Sarmatische Stämme Bearbeiten

Die Sarmaten im Ganzen sind kein einheitliches Volk, sondern setzen sich aus zahlreichen Volksgruppen und Teilstämmen zusammen. Sie alle verbindet jedoch die gemeinsame Kultur der Steppenvölker.

Die Aorsen sind der größte Stamm unter den Sarmaten. Sie siedeln nördlich des Bosporanischen Reiches mit dem sie in ständigem Streit liegen.

Die Jazygen stammen ursprünglich aus einem Gebiet nördöstlich des Schwarzen Meeres, wanderten vertrieben durch die Alanen und schlechter werdene Weidegründe immer weiter gen Westen bis sie an der Donau auf die Römer trafen. Dort siedeln sie jetzt zwischen der Provinz Pannonien und den Dakiern.

Die Alanen sind in den großen Steppen nördlich und westlich des Kaukasus ansässig. Ihre Wanderschaft vertrieb die Jazygen aus ihren ursprünglichem Siedlungsgebiet.

Die Roxolanen stammen aus dem Gebiet nördlich des schwarzen Meeres und waren dort Nachbarn der Jazygen auch sie wurden in die Wanderschaft gezwungen und siedelten sich am westlichen Ufer des schwarzen Meeres an. Auch sie sind wiederholt in Konflikte mit den Römern geraten.

Die Siraken sind ein der kleinerer sarmatischer Stämm sie siedeln nördlich des Schwarzen Meeres ein. Die Siraken haben intensive Kontakte mit dem Bosporanischen Reich und viele von ihnen gaben ihren halbnomadischen Lebensstil auf, wurden sesshaft und übernahmen Teile der griechischen Kultur und Sprache. Bei vielen Stämmen der Sarmaten gelten sie als schwach und verweichlicht.

Die Maioten sind im Gegensatz zu den nomadisierenden Sarmaten-Stämmen sesshafte Ackerbauern, unter anderem auf der Halbinsel Taman und im Gebiet des Kaukasus. Sie sind ebenfalls stark von der griechischen Kultur beeinflusst, da in dort an der Küste zahlreiche griechische Kolonien gegründet wurden.

Die Massageten leben weit in den östlichen Steppen sie sind eng mit den dort ebenfalls wohnenden Issedonen und Saken verbündetet.

Neben diesen  großen Stämmen existieren noch zahlreiche kleinere sarmatische Stämme wie zum Beispiel die Saii and die Iaxamatae, die enge Verbündete der Jazygen sind.


Sitten und Gebräuche Bearbeiten

In einigen Stämmen ist es Sitte die Heranwachsenden vor ihrer Vermählung zu prüfen und sie erst einen Feind erschlagen zu lassen/ manche Stämme schicken die Heranwachsenden auch auf Beutezüge zu benachbarten Stämmen, bevor sie als vollwertiges Mittglied des Stammes zählen.

Tapfere erschlagene Feinde werden skalpiert und ihre Skalpe an die Sättel der Pferde gehängt oder wenn sie dort zu zahlreich geworden sind zu Umhängen zusammen genäht. Für einen sarmatischen Krieger ist der Besitz so eines Mantels eine hohe Auszeichnung und Zeichen seines Könnens.

Das Lieblingsgetränk der Sarmaten ist Kymys, gegorene Stutenmilch.

Einen hohen Stellenwert haben auch Geschichten die an den Feuern der Nomaden erzählt werden. Dabei kommt es häufig vor das die Zuhörer die Geschichten mit dem Erzähler nachspielen.



Sarmaten3

Sarmatische Reiter (caterphraktus und sagittarius)

Sarmarten

Sarmatischer berittener Bogenschütze im Kampf mit römischem Legionär