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KurzinformationenBearbeiten

Römischer Bürger und als Actuarius des Senators M. Titius Congerius teil des Trosses der Zehnten Legion.

Wurde auf dem Feldzug nach Siegelstadt zur Stimme der Nyame des Westens ernannt.

CharaktergeschichteBearbeiten

Ich bin sicher, einige, wenn nicht sogar alle, von Euch geschätzte Leser, werden sich fragen, warum ich bereits in so jungen Jahren damit beginne, meine Lebensgeschichte nieder zu schreiben. Nun, die Gründe sind einfach: wir alle leben in unruhigen Zeiten und ich bin der Meinung, dass die Erlebnisse der vergangenen Jahre nicht dem Vergessen anheim fallen dürfen, sei es um uns selbst zu erinnern warum wir diesen Weg gehen, sei es als Warnung für zukünftige Generationen.

In wenigen Wochen beginnt bereits die nächste Kampagne, die uns in die Mitte des Kontinents führen wird, in Gebiete, die bisher kein Siedler betreten hat – soweit wir wissen. Und auch wenn ich das Unheil auf keinen Fall heraufbeschwören möchte ist es doch enorm wichtig, dass wir Erfolg haben, da sonst diese Schrift vielleicht das einzige ist, das von mir fortbestehen wird.

Doch lass mich vom Anfang an beginnen, mit jenen Ereignissen, die mich in die aktuelle Situation geführt haben.

Mein Name ist Marcus Aedinus Valerianus. Ich bin stolzer Bürger des großartigen römischen Reiches, Sohn des Titus Aedinus Marcellus. Geboren wurde ich im Jahr des Konsulats von Marcus Aemilius Lepidus und Lucius Arruntius in der Stadt Caere an der Küste Latiums.

Solltest du, werter Leser, nun eine Aufzählung der großartigen Leistungen meiner Ahnen erwarten, so sehe ich mich gezwungen dich zu enttäuschen. Auch wenn meine Familien schon seit langem traditionell Klient der Titier ist, so hat meine Familie selbst doch nie Senatoren, Konsulen oder gar einen großen Feldherren hervor gebracht. Stattdessen stamme ich aus einer langen Linie von Händlern, Verwaltern und niederen Beamten, eine Tatsache, die auch dafür gesorgt hat, dass wir nie zu übermäßigem Reichtum gelangt sind. All das mag nun nicht sonderlich ruhmreich erscheinen, doch hat es auch dafür gesorgt, dass wir in den turbulenten Jahren nach Caesars Tod zu großen Teilen unbehelligt geblieben sind. Die Männer meiner Familie neigen dazu, im fortgeschrittenen Alter in den eigenen Gemächern – und manchmal in fremden - sanft zu entschlafen. Eine Tradition, die ich selbst gerne weiterführen würde. Die Ehe meiner Eltern wurde zwar nicht gerade aus Liebe geschlossen, doch weiß ich, dass sie in den Jahren des Zusammenlebens eine starke gegenseitige Zuneigung entwickelt haben.

Das letzte mal als ich den alten Herren vor dem Antritt meiner Reise gesehen habe, hat er, in einem seiner typischen Gefühlsausbrüche, schreiend einen seiner Sklaven mit irgendwelchen Dokumenten beworfen. Doch das soll nicht heißen, dass er ein übermäßig strenger oder gar grausamer Mensch ist.

Mich hat er immer aufrichtig geliebt und mit, genau wie meinen Geschwistern, eine glückliche Kindheit auf einem kleinen Gut nahe Caere ermöglicht. Wie alle Kinder verbrachte ich meine ersten Jahre hauptsächlich mit Spielen und der Erforschung meiner Umwelt. Doch wurde auch meine Bildung nicht vernachlässigt. Lesen, Schreiben, Rechnen, grundlegende Kenntnisse in Geschichte, Philosophie und Rhetorik wurden mir in diesen Jahren beigebracht. Mit dieser Phase begann dann auch, wenn man so möchte, der Anfang vom Ende meiner Kindheit.

Es wurde mehr und mehr erwartet, dass ich mich in die Familiengeschäfte einbrachte – und was blieb mir anderes übrig? Im Alter von 16 Jahren wurde ich, so empfand ich es damals zumindest, meinem damaligen Umfeld, meinen Freunden, meiner ersten Liebe und der gewohnten Umgebung brutal entrissen. Wie üblich wurde ich nach Rom geschickt, damit ich meiner Ausbildung im Dienst der Familie der Titier den letzten Schliff verpasse.

Anfangs war ich, gekränkt und wütend über meine „Verbannung“, sicher mehr Last als Hilfe im Haus. Etwas, das ich rückblickend sehr bedauere. Doch wie alle Menschen habe auch ich mich entwickelt, so dass ich schließlich aufgefordert wurde, im Gefolge des ehrenwerten Senators Manius Titius Congerius, die Reise anzutreten, die uns zusammen mit der glorreichen Zehnten Legion nach dem Willen der Götter in diese merkwürdigen Gefilde geführt hat, in denen die Sagen wahrhaftig werden. Ich wünschte du, werter Leser, könntest die Wunder erblicken, die sich vor meinen erstaunten Augen aufgetan haben. Menschenähnliche Wesen, teils groß und feingliedrig mit spitzen Ohren , teils von annähernd quadratischer Statur und mit langen Bärten. Wir konnten bereits die unglaublichsten Hautfarben erblicken, Wesen mehr den Tieren ähnlich als den Menschen aber dennoch vernunftbegabt und von den Göttern mit dem Geschenk der Sprache gesegnet. Auch die Avatare der Götter selbst wandeln leibhaftig auf der Oberfläche des Planeten. Ich versichere dir, werter Leser, du wirst vergleichbare Wesen nie erblicken, wenn du es uns nicht gleichtun willst und wie wir das magische Portal zu durchschreiten gedenkst.

Doch wo Licht ist, ist immer auch Schatten und so haben wir neben den teils unwahrscheinlichsten Verbündeten auch neue Feinde gefunden. Die Toten wandeln auf Erden, von dem grausamen Geist der Knochenkönigin daran gehindert, den Styx zu überqueren. Wahrhaftige Sirenen wandeln zwischen geistlosen Dronen, die allem Anschein nach nicht aus Fleisch und Blut sind, sondern aus einer merkwürdigen Substanz..

Auch wenn wir letztes Jahr einen schweren Rückschlag hinnehmen mussten, so werden wir auch dieses Jahr wieder aufbrechen, um die Prophezeiung der Nyamen Wirklichkeit werden zu lassen.

AuftritteBearbeiten

Bespielt auf:

  • Conquest of Mythodea 2009
  • Jenseits der Siegel 2010
  • PO IV